Donnerstag, 06.04.2006
 

Landwirte wehren sich

WASSERSCHUTZ / Wilhelm Neu stellt Bezirksregierung als Verwaltungsebene in Frage.

WESEL. Die Grundwasserqualität sinkt nicht durch Düngung. Diese Auffassung vertritt die Kreisbauernschaft und nimmt dabei Bezug auf eine Stellungnahme von Regierungspräsident Jürgen Büssow, der dies behauptet hatte. Wilhelm Neu betont, dass die Landwirtschaft seit Generationen auf ihren Flächen mit hohem Sachverstand wirtschafte. Aus diesem Grunde sei auch die Wasserqualität im Gindericher Feld exzellent. Die Landwirtschaft unterliege hohen Umweltstandards und betreibe eine pflanzenbedarfsgerechte Düngung.

Dabei weist die Kreisbauernschaft erneut darauf hin, dass es an rechtlichen Grundlagen für die Ausweisung des Wasserschutzgebietes fehle. Die Bezirksregierung habe nicht nachgewiesen, dass die Förderung von Trinkwasser nach den Voraussetzungen des Wasserhaushaltsgesetzes erforderlich ist. Der vor einigen Jahren von der Gemeinde Alpen gestellte Antrag auf ein Werk zur Trinkwasserförderung sei wegen fehlender Erforderlichkeit abgelehnt worden. Während einer Info-Veranstaltung sei klar geworden, dass andere Ursachen, die nicht öffentlich genannt würden, eine Rolle spielten.

Die Landwirtschaft werde keine einschneidenden Restriktionen auf sich nehmen. Dazu gehöre ein Düngeverbot für Stalldung und das Führen eines Fahrtenbuches für jeden Schleppereinsatz.

Die Äußerung des Regierungspräsidenten in Sachen Düngung zeige erneut, dass die Landesregierung gut beraten wäre, zu überprüfen, ob diese Verwaltungsebene für die Zukunft erforderlich sei, schließt der Kreislandwirt. (P.H.)

06.04.2006    

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